Säule 3a: Mehr als nur Steuern sparen
Wenn von der Säule 3a die Rede ist, denken viele zuerst ans Steuern sparen. Das ist zwar ein schöner Nebeneffekt – der eigentliche Nutzen liegt aber woanders: Du baust langfristig Vermögen auf und verbesserst deine finanzielle Situation im Alter.
Gerade weil das Geld über viele Jahre investiert bleibt, kann der Zinseszinseffekt seine Wirkung entfalten.
Inhaltsverzeichns

Wer kann in die Säule 3a einzahlen?
Grundsätzlich können alle Personen mit einem AHV-pflichtigen Erwerbseinkommen in der Schweiz in die Säule 3a einzahlen.
Die maximalen Einzahlungen sind gesetzlich geregelt:
- Mit Anschluss an eine Pensionskasse: maximal CHF 7’258 pro Jahr.
- Ohne Anschluss an eine Pensionskasse: bis zu 20 % des Nettoerwerbseinkommens, maximal CHF 36’288 pro Jahr.
Das solltest Du über die Säule 3a wissen
Die Säule 3a ist grundsätzlich für die Altersvorsorge gedacht. Deshalb ist das Geld bis kurz vor der Pensionierung gebunden.
Ein vorzeitiger Bezug ist nur in bestimmten Fällen möglich:
- Kauf oder Bau von selbstgenutztem Wohneigentum
- Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit
- Definitiver Wegzug aus der Schweiz
- Invalidität
- Todesfall
Das Guthaben kann grundsätzlich fünf Jahre vor bis fünf Jahre nach dem ordentlichen AHV-Alter bezogen werden.
Du musst den Maximalbetrag nicht ausschöpfen – auch kleinere regelmässige Einzahlungen können sich langfristig positiv auf Deine Altersvorsorge auswirken.
Säule 3a: Sparkonto oder Wertschriften??
Viele Banken empfehlen ein klassisches 3a-Sparkonto. Dieses bietet Sicherheit, die Verzinsung liegt jedoch häufig unter einem Prozent.
Da das Geld meist viele Jahre oder sogar Jahrzehnte angelegt bleibt, lohnt es sich, auch Wertschriftenlösungen anzuschauen. Kurzfristige Kursschwankungen gehören dazu – langfristig konnten Wertschriften meist deutlich höhere Renditen erzielen als klassische Sparkonten.
Achte dabei nicht nur auf die erwartete Rendite, sondern auch auf die Gebühren.
Welche Säule-3a-Anbieter gibt es?
Heute gibt es zahlreiche 3a-Lösungen. Neben den klassischen Banken gibt es moderne Anbieter wie Frankly oder VIAC, die vollständig digital funktionieren und oft kostengünstige Anlagelösungen anbieten.
Ich erwähne diese beiden Anbieter aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen. Es besteht keine bezahlte Partnerschaft und ich erhalte keine Provisionen.
Worauf Du bei der Säule 3a achten solltest
Lass Dir genügend Zeit bei der Wahl Deiner 3a-Lösung. Besonders bei Kombiprodukten aus Versicherung und Sparen lohnt es sich, genau hinzuschauen und bei Bedarf eine unabhängige Zweitmeinung einzuholen.
Aus meiner Sicht gilt häufig der Grundsatz: Versicherungen sollen versichern – und Vermögen sollte möglichst flexibel und transparent angelegt werden.
Wenn Du über die Jahre grössere Beträge ansparst, kann es zudem sinnvoll sein, mehrere 3a-Konten zu führen. So lassen sich die Guthaben später gestaffelt beziehen, was unter Umständen Steuern sparen kann.
Fazit
Die Säule 3a ist eines der wirkungsvollsten Instrumente, um gleichzeitig Steuern zu sparen und Vermögen für die Zukunft aufzubauen. Entscheidend ist jedoch nicht nur, dass Du einzahlst, sondern auch wie Dein Geld angelegt wird.
Gerne unterstütze ich Dich bei einer unabhängigen Zweitmeinung oder bespreche mit Dir verschiedene Möglichkeiten – ehrlich, verständlich und ohne Verkaufsdruck.
PS: Im nächsten News-Beitrag schauen wir uns die seit diesem Jahr möglichen Nachzahlungen in die Säule 3a genauer an.
Muss ich jedes Jahr den Maximalbetrag einzahlen?
Nein. Du kannst auch kleinere Beträge einzahlen.
Kann ich mehrere 3a-Konten haben?
Ja. Das ist sogar oft sinnvoll.
Kann ich mein 3a-Anbieter wechseln?
Ja. Ein Übertrag des bisher angesparten Vermögens ist möglich.
Muss ich mein Geld bei meiner Hausbank anlegen?
Nein. Es gibt zahlreiche Banken und digitale Anbieter mit unterschiedlichen Kosten und Anlagestrategien.
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